Es soll nicht nur eine Richtungsentscheidung sein, sondern eine Forderung.
| Initiativantrag: | GP: Nachhaltigkeit |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Navid Schulz |
| Status: | Angenommen |
| Eingereicht: | 11.06.2026, 12:20 |
| Initiativantrag: | GP: Nachhaltigkeit |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Navid Schulz |
| Status: | Angenommen |
| Eingereicht: | 11.06.2026, 12:20 |
Nachmittagsunterricht verbinden. Dieses Mittagessen soll vegetarisch sein und mindestens ein veganes Gericht soll angeboten werden müssen. Darüber hinaus muss in Absprache mit Schüler:innen und Eltern bei Bedarf und wenn möglich ein mit den
Das KSP möge beschließen, den Abschnitt "Nachhaltigkeit" mit
folgenden Inhalten zum Grundsatzprogramm hinzuzufügen:
Schule muss nachhaltig werden: Das heißt, ein größeres Bewusstsein für
Nachhaltigkeit wie sparsame Ressourcennutzung und erneuerbare Energien, also
Klima- und Umweltschutz, soll geschaffen werden. Um dies zu fördern, soll die
Bildung für nachhaltige Entwicklung vorangetrieben werden. Dafür muss es an
jeder Schule ein:en BNE-Beauftragte:n im Lehrerkollegium geben.
Zusätzlich ist es wichtig, dass die Schüler:innen im Schulalltag nachhaltiges
Handeln mitbekommen und darüber hinaus durch Projekte oder Aktionen zu
umweltbewusstem Handeln befähigt werden. Deshalb sollen in Schulen weniger
Ressourcen verbraucht, nachhaltigere Alternativen verwendet, vollkommenes
Recyceln des Abfalls eingeführt, nur Strom aus erneuerbaren Energien bezogen,
nachhaltig sowie klimaneutral produzierte Lebensmittel angeboten und die
Schüler:innen in die dafür notwendigen Prozesse eingebunden werden.
Das KSP fordert hierbei, dass der Kreis Pinneberg und die Schulträger ihren
Handlungsspielraum ausschöpfen und das Pariser Klimaabkommen auch im Bereich
Schule und Bildung umsetzen. Dazu gehört, dass die Schulen als öffentliche
Gebäude umgerüstet werden, sodass der gerechte Beitrag zur deutschlandweiten
Klimaneutralität im Jahr 2035 geleistet wird. Schulen sollen verpflichtend
Photovoltaikanlagen und Solaranlagen auf ihren Schuldächern installieren, sofern
dies baulich möglich und effizient ist. Bei Neubauten muss dies von vornherein
berücksichtigt werden. Außerdem sollten Schulen grüne Energie beziehen und diese
möglichst effizient nutzen.
Es sollte nachhaltiges Papier verwendet werden, welches entweder durch
umweltschonende Ressourcen oder durch einen Recyclingprozess vom Wegwerfen hin
zum Wiederverwenden deutlich weniger unsere Umwelt beansprucht.
Des Weiteren soll stark und bewusst auf die Mülltrennung geachtet werden, damit
der Abfall vollständig recycelt werden kann. Dafür müssen in jedem
Unterrichtsraum drei Mülleimer zur Verfügung stehen. Außerdem sollte sich
möglichst früh mit dem richtigen Umgang und der Mülltrennung beschäftigt werden
und z.B. im Rahmen des Geografieunterrichts fortlaufend ein Auge auf die
Mülltrennung geworfen werden.
Ein kostenloses, freiwilliges, ausgewogenes, vollwertiges und biologisch
wertvolles Mittagessen, welches das soziale Miteinander aller an Schule
beteiligten Menschen fördert, soll den Vormittagsunterricht mit dem
Nachmittagsunterricht verbinden. Dieses Mittagessen soll vegetarisch sein und
mindestens ein veganes Gericht soll angeboten werden müssen. Darüber hinaus muss in
Absprache mit Schüler:innen und Eltern bei Bedarf und wenn möglich ein mit den
religiösen Werten betroffener Schüler:innen vereinbartes Angebot bereitgestellt
werden.
Schulen müssen ein Konzept für nachhaltige Ernährung entwickeln und dabei darauf
achten, dass Mensaessen aus Nahrungsmitteln zusammengestellt sind, welche
umwelt- und bodenschonend erzeugt wurden.
Schulen sollen, wenn es die geografische Lage erlaubt, gemeinsam mit der
Schüler:innenschaft Obst- und Gemüsegärten anlegen und dadurch den Schüler:innen
ein stärkeres Bewusstsein für ihre Nahrung vermitteln. Wenn möglich, sollen die
Schulen die Produkte selbst verarbeiten oder verkaufen und den Betrag für
nachhaltige Projekte nutzen.
An den Schulgebäuden im Kreis soll eine Energieinfrastruktur errichtet werden,
die auf eine smarte und nachhaltige Energienutzung der Räumlichkeiten ausgelegt
ist. Dafür soll der Kreis Pinneberg die finanziell schwach aufgestellten
Schulträger unterstützen und die Kosten mithilfe des Bundes vollständig
übernehmen.
Der ÖPNV, der den Schulweg darstellt, darf nur noch mit umweltfreundlichen und
emissionsfreien Verkehrsmitteln betrieben werden, um den Emissionsausstoß gegen
null zu senken und den menschengemachten Klimawandel zu verlangsamen und
langfristig zu stoppen.
Jede Schule soll verpflichtend bei dem Wahlpflichunterrichtsangebot mindestens
ein Projekt zum Thema BNE zur Auswahl stellen, sofern dies personell und
strukturell möglich ist..
Außerdem soll ein Nachhaltigkeits-Team berufen werden. Dies soll gleichmäßig
durch Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern besetzt sein. Die Ergebnisse des
Teams sollen von der Schulkonferenz verpflichtend in Form von Anträgen behandelt
werden.
Es soll nicht nur eine Richtungsentscheidung sein, sondern eine Forderung.
Kommentare