| Veranstaltung: | 2. KSP Schuljahr 25/26 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 7.5. Initiativanträge |
| Status: | Beschluss |
| Beschluss durch: | Kreisvorstand (KreVo) |
| Beschlossen am: | 11.06.2026 |
| Antragshistorie: | Version 2 |
GP: Mobilität
Beschlusstext
Das KSP möge beschließen, den Abschnitt "Mobilität" mit folgenden Inhalten zum
Grundsatzprogramm hinzuzufügen:
Im Mittelpunkt der Verkehrspolitik sollte die gezielte Förderung des
öffentlichen Nahverkehrs sowie der konsequente Ausbau des ländlichen ÖPNV
stehen. Lange Zeit wurde davon ausgegangen, dass Mobilität vor allem über den
motorisierten Individualverkehr funktioniert. Gerade für Schülerinnen und
Schüler entspricht das jedoch häufig nicht der Realität.
Für Jugendliche ergeben sich bei der eigenständigen Mobilität meist zwei
zentrale Möglichkeiten: Für längere Strecken die Nutzung von Bahn oder
Busverbindungen beziehungsweise Ersatzverkehren, für kürzere Wege vor Ort der
Bus oder das Fahrrad. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, den planerischen
Schwerpunkt deutlich stärker auf den Ausbau eines zuverlässigen, eng getakteten
und flächendeckenden ÖPNV-Netzes sowie auf sichere und gut ausgebaute Radwege zu
legen.
Im Umfeld von Schulen sollen Straßen konsequent verkehrsberuhigt werden,
insbesondere durch die Einrichtung und Durchsetzung von Tempo-30-Zonen. Ziel ist
eine deutliche Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Beteiligten im
Schulumfeld, insbesondere für Kinder und Jugendliche, die zu den besonders
gefährdeten Verkehrsteilnehmenden zählen. Der Schulweg darf nicht durch unnötige
Gefährdungen, insbesondere durch den Autoverkehr, beeinträchtigt werden.
Darüber hinaus sollte die Verkehrssicherheitsbildung für Radfahrende auch über
das Grundschulalter hinaus systematisch ausgebaut werden, um sicheres Verhalten
im Straßenverkehr zu fördern und Konflikte zwischen verschiedenen
Verkehrsteilnehmenden zu reduzieren.
Ergänzend sind an allen Schulen ausreichend Fahrradstellplätze bereitzustellen.
Zusätzlich sollte ein flächendeckendes Netz an Fahrrad-Reparaturstationen
aufgebaut werden. Jede Schule sollte mindestens über eine eigene
Reparaturmöglichkeit sowie über ein Angebot zum Verleih von Fahrradschlössern
verfügen.
Alle Schulen benötigen eine gute und direkte Anbindung an den öffentlichen
Nahverkehr. Die Taktung der Busverbindungen sollte dabei stärker an die
Schulzeiten und Stundenplanstrukturen angepasst werden, um eine verlässliche
Erreichbarkeit zu gewährleisten.
Das Deutschlandticket sollte allen Schülerinnen und Schülern kostenfrei zur
Verfügung gestellt werden, um soziale Teilhabe und Chancengleichheit unabhängig
vom Wohnort sicherzustellen. Ebenfalls sollten Azubis und Studierende auch ein
kostenfreies Deutschlandticket erhalten.
Begründung
Erfolgt mündlich.
